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Optimistische grüne Investition

Mit einem psychologischen Trick lassen sich Investoren dazu verleiten, ihr Geld in 'grüne' Anlagen zu stecken.

Forscher der Business School der University of Sydney und der University of Tasmania haben herausgefunden, dass professionelle Anleger eher auf optimistische Botschaften als auf düstere Warnungen reagieren, wenn es um 'grüne Investitionen' geht.

Das Team um die Ökonomin Danielle Kent hat die Auswirkungen von vier verschiedenen Arten von Botschaften auf die Investitionsentscheidungen von 335 institutionellen Anlegern getestet. Anschließend wurde untersucht, für welche Investments sie sich in den Bereichen Umwelt, Soziales und Corporate Governance entschieden. Dieser Sektor wird mit 'Environmental, Social & Governance' (ESG) abgekürzt.

Um zu testen, ob das Art der Botschaft die Anlegerentscheidungen beeinflusst, haben die Forscher den Teilnehmern eine Aufgabe gestellt, bei der die einzige Variable die Präambel war. Die optimistische Präambel betonte die dauerhaften Gewinne und den wachsenden Wert von Anlagen mit geringem CO2-Ausstoß, während die anderen das Risiko von Anlagen mit fossilen Brennstoffen betonten.

Diejenigen, die die optimistische Botschaft erhielten, investierten zwischen drei und vier Prozent mehr in ESG-Vermögenswerte. 'Mit diesem anderen Ansatz, der die Vorteile nachhaltigen Investierens hervorhebt, können wir die analytischen Aspekte des Investierens mit unserer menschlichen Neigung zur Hoffnung auf größere Maßnahmen gegen den Klimawandel verbinden. Wir haben gezeigt, dass eine optimistischere Gestaltung nachhaltiger Investitionen, bei der die vorübergehenden Kosten im Vergleich zu den dauerhaften künftigen Vorteilen im Vordergrund stehen, unsere natürliche Tendenz zur Untätigkeit überwinden kann', so Kent.

Die Ergebnisse seien besonders bemerkenswert, weil sie zeigten, dass optimistische Klimakommunikation selbst bei hochanalytischen Fachexperten mit durchschnittlich 19 Jahren Erfahrung im Investieren effektiv sei. Bisher sei man davon ausgegangen, dass sich Profis von derartigen Dingen nicht beeinflussen lassen, weil sie nur darauf aus seien, die Rendite zu verbessern. Bei professionell verwaltetem Vermögen im Wert von weltweit 98,4 Bio. Dollar käme der in dieser Studie beobachtete Effekt einer Verschiebung der globalen Vermögensallokation um 3,6 Bio. Dollar gleich.

Risiko Umwelt in der Investition

Umweltverschmutzende Unternehmen können durch Klimaklagen für Schäden in Billionenhöhe haftbar gemacht werden. Laut einer neuen Studie des Sustainable Law-Programs der University of Oxford berücksichtigen jedoch nur wenige Investoren und Regulierungsbehörden diese Gefahren bei der Bewertung der klimabezogenen Finanzrisiken von Unternehmen. Die Studie fordert eine Überarbeitung der Art und Weise, wie die Risiken von Klimastreitigkeiten bewertet werden, und bietet einen neuen Rahmen dafür.

'Finanzielle Risiken sind der vorherrschende Rahmen, durch den sich Investoren und Regulierungsbehörden mit dem Klimawandel auseinandersetzen. Doch die Analyse von Klimarisiken kann rechtliche Entwicklungen nicht zufriedenstellend berücksichtigen. Aktuelle Klimarisikobewertungen könnten Verteilung und Ausmaß klimabedingter finanzieller Risiken falsch darstellen', heißt es in der Studie. Das bedeute, dass Investoren in die falschen Projekte investierten und Risiken eingingen, die weder sie noch die Behörden verstünden, wodurch sich die finanziellen Risiken, die der Klimawandel mit sich bringt, noch weiter verschärften, so Thom Wetzer, Direktor des Oxford Sustainable Law Program.

Insgesamt wurden weltweit bisher 2.485 Klimaklagen eingereicht, und ihre zunehmenden Auswirkungen stellen erhebliche Risiken für einige der weltweit größten CO2-Emittenten dar. Nach Schätzungen der Autoren könnte beispielsweise allein der US-amerikanische Öl- und Gasriese Chevron für bis zu 8,5 Bio. Dollar haftbar gemacht werden. In den Jahren 1990 bis 2019 betrug der Gewinn des Unternehmens 291 Mrd. Dollar. 'Es ist möglich, dass das Geschäft von Chevron tatsächlich den Nettowert zerstört', sagt Co-Autor Rupert Stuart-Smith vom Oxford-Institut für Geografie und Umwelt.

Die Studie zeigt auch, wie Organisationen, die mit der Bereitstellung von Rahmenwerken für die Bewertung von Klimarisiken beauftragt sind, wie das International Sustainability Standards Board und das Network for Greening the Financial System, rechtliche Risiken mit 'Übergangsrisiken' in einen Topf werfen und 'kaum bis gar keine' Details liefern, um sie zu bewerten. 'Das deutet darauf hin, dass sie Klimarechtsstreitigkeiten lediglich als Randrisiko betrachten, während die jüngsten Ereignisse vor Gericht zeigen, dass es sich um etwas weitaus Größeres handelt', sagt Co-Autorin Arjuna Dibley, Leiterin der Nachhaltigkeits-Finanzforschung bei Melbourne Climate Futures.

Wetzer und sein Team stellen Möglichkeiten vor, wie klimabezogene rechtliche Risiken von Investoren und Regulierungsbehörden bewertet werden könnten, einschließlich einer Analyse der Marktauswirkungen: Analyse anhand der sozialen Kosten von CO2; Zuschreibung von Schäden durch den Klimawandel; Schätzung der Kosten eines beschleunigten Klimaschutzes und qualitative Analyse. 'Politische Entscheidungsträger, Investoren und Unternehmen haben die Notwendigkeit akzeptiert, die Klimarisiken zu verstehen. Dies jedoch sorgfältig zu tun bedeutet, sich mit dem Gesetz durch Forschung auseinanderzusetzen, die rechtliches Denken mit Finanzanalysen und Klimawissenschaft verbindet. Andernfalls werden sie bei ihrer Behandlung weiterhin blind sein', schließt Wetzer.

pte/red

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#Klima #Umwelt #Anlage #Investition



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